MPU wegen Alkohol

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MPU wegen Alkohol

Was kostet eine MPU wegen Alkohol? Benötige ich Abstinenz? Was bedeutet eigentlich kontrolliertes Trinken? Wie kann ich mich auf meine Alkohol MPU vorbereiten? Solche und ähnliche Fragen werden Sie sich sicherlich stellen. Antworten auf all diese Fragen finden Sie auf dieser Seite.

Alkohol
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Häufigste Gründe für eine MPU

Die BAST gibt die Alkoholfragestellung mit 40 Prozent als Spitzenreiter an. Es lässt sich leicht erklären, dass Alkohol die häufigste Ursache für eine MPU ist: Alkohol ist weit verbreitet und wird in allen Altersgruppen und in allen sozialen Schichten konsumiert.

Die Gründe für Alkoholkonsum sind sehr vielfältig. Es hat sich jedoch in diversen Befragungen gezeigt, dass ein nicht unerheblicher Anteil der Betroffenen, die sich einer MPU wegen Alkohol unterziehen müssen, problematische Trinkmotive haben. Ungefähr 50 Prozent (38,3 + 11,4 Prozent) der Befragten gaben an, wiederholt oder regelmäßig Alkohol zum Abbau emotionaler Anspannung getrunken zu haben. Wobei anzunehmen ist, dass der Anteil deutlich höher ist, denn nicht jedem Betroffenen ist es bewusst, wenn er oder sie in der Vergangen wegen emotionaler Anspannung Alkohol konsumiert hat. Oft wird es den Betroffenen erst in den verkehrspsychologischen Gesprächen bewusst, dass problematische Trinkmotive vorlagen.

Fragen zum Thema Alkohol

Abstinenz oder kontrolliertes Trinken?

In einigen Fällen ist Abstinenz erforderlich und dann benötigen Sie Abstinenzbelege, um eine MPU erfolgreich zu bestehen bzw. um die Fahrerlaubnis wiederzuerlangen. Nicht jeder Betroffene muss abstinent leben. Häufig ist auch ein sogenanntes kontrolliertes Trinken möglich, allerdings nur, wenn der Alkoholkonsum kontrolliert wird, sodass die eigene Fahrtauglichkeit zu jeder Zeit korrekt eingeschätzt werden kann. Rauschzustände dürfen nicht mehr vorkommen. Lassen Sie sich im Vorfeld Ihrer Alkohol MPU verkehrspsychologisch beraten und klären Sie, ob Sie Abstinenznachweise benötigen oder nicht. Oft werden falsche Empfehlungen gemacht und die Betroffenen verlieren durch überflüssige Abstinenznachweise unnötig Zeit und Geld. In folgenden Fällen brauchen Sie wahrscheinlich Abstinenznachweise:

  • Es wurde eine Alkoholabhängigkeit diagnostiziert.
  • Sie haben es in der Vergangenheit trotz einiger Versuche nicht geschafft, Ihren Alkoholkonsum zu kontrollieren.
  • Sie müssen bereits das 2. oder 3. Mal zur MPU wegen Alkohol.
Voraussetzungen für eine Alkohol MPU

Haben Sie bereits wiederholt erfolglos versucht Ihren Alkoholkonsum einzuschränken, ist das ein Indikator dafür, dass Sie abstinenzpflichtig sein könnten. Es müssen jedoch mehrere Faktoren zusammenkommen, bevor man eindeutig abstinenzpflichtig wird.
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Wie kann ich Alkoholabstinenz nachweisen?

Um erforderliche Abstinenznachweise zu erhalten, können Sie entweder regelmäßige Urin– oder Haaranalysen machen. In beiden Fällen wird die Probe auf Ethylglucuronid (EtG) getestet. Dieser Stoff entsteht im Körper nur in größeren Mengen, wenn Alkohol konsumiert wurde. Wichtig: Leberwerte von Ihrem Hausarzt können ein Abstinenzkontrollprogramm gemäß CTU-Kriterien nicht ersetzen. Wenn Abstinenznachweise erforderlich sind, müssen Sie an einem Kontrollprogramm (entweder über Urinanalysen oder Haaranalysen) teilnehmen.

Werden Leberwerte bei einer Alkohol MPU anerkannt?

Leberwerte werden als Beleg für eine Abstinenz im Regelfall von MPU-Gutachtern nicht anerkannt. Leberwerte können jedoch als zusätzliche Befunde zur Dokumentation einer Alkoholabstinenz herangezogen werden.

Wo kann ich Abstinenznachweise machen?

Sie können bei jeder Begutachtungsstelle (TÜV Nord, TÜV Süd, DEKRA etc.) ein Abstinenzkontrollprogramm absolvieren. Darüber hinaus gibt es diverse freie Institute und Facharztpraxen, die ebenfalls entsprechende Abstinezgutachtenerstellen. Wir empfehlen im vorfeld die Preise mehrer Anbieter zu vergleichen und sind Ihnen hierbei gern behilflich.
Was kostet eine MPU wegen Alkohol?
Seit dem 1. August 2018 ist die bisherige Gebührenordnung, die die Preise gesetzlich regelte, nicht mehr gültig. Die Begutachtungsstellen dürfen die Preise für die Medizinisch-Psychologische Untersuchung nun frei gestalten, was dazu geführt hat, dass die Preise sich erhöht haben und die Kosten für eine Alkohol MPU nun zwischen ca. 550 € und ca. 700 € variieren. Hinzu kommen noch die Kosten für einen eventuellen Abstinenznachweis für Alkohol. Die Kosten für Abstinenzbelege liegen zwischen 300 € und 700 €. Die Preise variieren je nach Anbieter und hängen entscheidend davon ab, ob Sie Belege für 6 oder 12 Monate benötigen. Aufgrund der hohen Kosten ist ein MPU-Bestehen besonders wichtig.

Was kostet eine MPU wegen Alkohol?

Seit dem 1. August 2018 ist die bisherige Gebührenordnung, die die Preise gesetzlich regelte, nicht mehr gültig. Die Begutachtungsstellen dürfen die Preise für die Medizinisch-Psychologische Untersuchung nun frei gestalten, was dazu geführt hat, dass die Preise sich erhöht haben und die Kosten für eine Alkohol MPU nun zwischen ca. 550 € und ca. 700 € variieren. Hinzu kommen noch die Kosten für einen eventuellen Abstinenznachweis Alkohol. Die Kosten für Abstinenzbelege liegen zwischen 300 € und 700 €. Die Preise variieren je nach Anbieter und hängen entscheidend davon ab, ob Sie Belege für 6 oder 12 Monate benötigen. Aufgrund der hohen Kosten ist ein MPU Bestehen besonders wichtig.

Wann ist eine MPU wegen Alkohol Pflicht?

Die allgemeine Regel lautet, dass eine Alkohol MPU immer angeordnet wird, wenn jemand mit einem überdurchschnittlich hohen Blutalkoholwert im Straßenverkehr aufgegriffen wurde. Der genaue Promillewert variiert zwischen den Bundesländern zwischen 1,1 Promille und 1,6 Promille (Blutalkoholkonzentration, BAK). Auch bei niedrigeren Werten kann bereits eine MPU angeordnet werden, allerdings ist dies normalerweise nur der Fall, wenn vorher bereits mindestens eine Trunkenheitsfahrt aktenkundig war. Alkohol am Steuer ist nicht der einzige Grund für eine MPU.
Es kann beispielsweise vorkommen, dass eine MPU von den Behörden angeordnet wird, wenn es einen triftigen Grund gibt, zu vermuten, dass ein Alkoholmissbrauch oder sogar eine Abhängigkeit vorliegt. Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn bereits mehrere Schlägereien unter Alkoholeinfluss polizeilich aktenkundig sind. Das psychologische Gespräch läuft in diesem Fall ähnlich ab. Im Fokus der Untersuchung stehen dann jedoch die Delikte außerhalb des Straßenverkehrs. Fahranfänger sowie Personen bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres müssen komplett nüchtern bleiben. Sie haben eine 0,0-Promillegrenze einzuhalten und dürfen daher gar keinen Alkohol vor dem Autofahren konsumieren.

Wie läuft eine MPU wegen Alkohol ab?

Letztendlich müssen Sie den MPU-Gutachter davon überzeugen, dass Sie sich mit dem Vorgefallenen soweit auseinandergesetzt haben, dass Sie wieder geeignet sind am Straßenverkehr teilzunehmen und davon, dass keine Gefahr mehr von Ihnen ausgeht. Sie müssen darüber hinaus glaubhaft darlegen, dass Sie nicht erneut alkoholisiert ein Fahrzeug im Straßenverkehr führen werden.
Eine Medizinisch-Psychologische Untersuchung besteht aus drei Teilen:

Medizinische Untersuchung

Im medizinischen Teil der MPU wird Ihr Gesundheitszustand ärztlich untersucht, wie z. B. Reflexe, Herzfunktion sowie der Bewegungsapparat. Sind Ihnen Vorerkrankungen bekannt, sollten Sie sich vor Ihrer MPU unbedingt informieren, ob die bekannte Erkrankung Ihre Fahreignung negativ beeinflussen könnte. Der untersuchende Arzt wird darüber hinaus abfragen, ob Sie regelmäßig Medikamenten einnehmen.
Ferner wird der Arzt mit Ihnen Ihren Alkoholkonsum besprechen und es wird untersucht, ob bereits Folgeschäden durch Ihren Alkoholkonsum entstanden sind. Sie sollten sich im Vorfeld Ihrer MPU vertiefende Gedanken über Ihren früheren Alkoholkonsum gemacht haben. So können Sie es vermeiden, beim Psychologen und Arzt unterschiedliche Angaben zu Ihrem Alkoholkonsum zu machen.

Reaktionstests und Leistungstests

In diesem Teil der MPU wird Ihre Belastbarkeit, Ihr Reaktions- und Konzentrationsvermögen überprüft. Die Tests werden an einem Computer durchgeführt. Dieser Teil der MPU stellt für die meisten Betroffenen überhaupt kein Problem dar. Insbesondere den Jüngeren fällt dieser Teil leicht. Die Reaktionstests und Leistungstests sind jedoch wichtig, um zu überprüfen, ob Sie alle notwendigen Voraussetzungen erfüllen, um ein Fahrzeug im Straßenverkehr sicher zu führen. Auch wenn die Ergebnisse der Reaktions- und Leistungstests nicht ausreichend sind, sind Sie nicht zwangsläufig durchgefallen.
Sie werden noch die Möglichkeit einer Fahrverhaltensbeobachtung bekommen, in der Sie zeigen können, dass Sie die Voraussetzungen zum sicheren Führen eines Fahrzeuges besitzen. Mit einem Gutachter und einem Fahrlehrer werden Sie dann eine vorher festgelegte Strecke im Straßenverkehr abfahren. Wenn Sie das Fahrzeug sicher und regelkonform im Straßenverkehr steuern, kompensieren Sie hiermit die ungenügenden Reaktions- und Leistungstests.

Psychologisches Untersuchungsgespräch

Das psychologische Gespräch ist in der Regel die größte Herausforderung. Das Gespräch beim Psychologen ist sehr ausführlich und geht oft sehr in die Tiefe, worauf viele Betroffene nicht ausreichend vorbereitet sind. In diesem Teil der MPU werden Sie detailliert zu den Hintergründen und Ursachen der aktenkundigen Delikte befragt.
Der Gutachter möchte von Ihnen plausibel dargelegt bekommen, was Sie bisher verändert haben, um zukünftige Trunkenheitsfahrten sicher vermeiden zu können.

Weitere Informationen zum Ablauf erfahren Sie in einem kostenlosen und unverbindlichen Beratungsgespräch.

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